fbpx

“Ich habe mich gefühlt, als würde ich meinen Eltern meine neue Freundin vorstellen.”

Nach gut 3000 Kilometern und drei Tagen im Auto führ ich über die imposante Brücke auf die zweitgrößte Insel Norwegens. Es ist 0.30 Uhr in der Nacht, als ich die Westküste von Senja erreiche. In 40 Stunden landen die Gäste am Flughagen in Bardufoss, um das erste Outdoorabenteuer auf Senja zu erleben. Auf dem Weg zum Flughafen habe ich mich gefühlt, als würde ich meinen Eltern meine neue Freundin vorstellen: Die Vorfreude auf diesen Moment ist riesig.  Aber ein gewisses Kribbeln im Bauch ist immer dabei. Ich konnte es nicht abwarten der Gruppe die Insel Senja zu zeigen. Aber die Ungewissheit, wie sie auf “mein Baby” reagieren würden, ließ in mir eine durchaus spürbare Aufregung aufkommen.  Aber schon am ersten Abend zeigte sich Senja von seiner Schokoladenseite und die Lust auf mehr war bei jedem spürbar.

Schon nach den ersten beiden Tagen haben wir uns auf einen komplett anderen Tagesablauf umgestellt. Das gemeinsame Frühstück begann nie vor 11.00 Uhr. In den späten Nachmittagsstunden machten wir uns meistens auf dem Weg die Insel zu erkunden.

Am dritten Tag wanderten wir auf den Gipfel des Barden. Ich liebe diesen Aufstieg auf den 658 Meter hohen Berg und die Aussicht vom Gipfel. Links und rechts Wasser, voraus die typisch schroffen Gipfel dieser Landschaft, dahinter das unendliche Meer. Der Gedanke, dass auf der anderen Seite des Meeres Grönland liegt, fasziniert mich immer wieder und lässt einem die Weite spürbar erleben.

Nach Regen kommt Sonnenschein!

Während in Deutschland die Hitzewelle in vollen Zügen das Land trocken legte, kamen wir des Öfteren in den Genuss von heftigen Regenschauern. Aber das gehört selbstverständlich dazu. Die Prognose für den vierten Tag war nass. Aber als Team haben wir entschieden trotzdem die Wanderschuhe zu schnüren und uns auf dem Weg zu machen.
Der Tag endete spät in der Nacht mit der Erkenntnis: “Nach Regen kommt Sonnenschein” …

Im Mittelpunkt dieser Reise stand die Mitternachtssonne. Dieses faszinierende Naturschauspiel aus unterschiedlichen Perspektiven zu beobachten ist das Ziel des Outdoorabenteuers auf Senja.
Was wir am fünften Tag erleben durften, war für mich persönlich pure Magie. Aber schaut es euch selbst an …

Auf meinen Touren in Norwegen durfte ich schon einige besondere Momente in der Natur erleben. Die Seekajaktour bei perfekten Bedingungen reiht sich da ganz weit oben ein. Die Kombination aus der völligen Ruhe, die spürbar endlose Weite, die perfekte Mitternachtssonne und das sanfte Heben und Senken der Wellen gaben diesem Moment etwas Magisches.

“The Beach”

Im Jahr 2016, bei der Scouting Tour für das Outdoorbenteuer auf Senja habe ich einen Strand entdeckt, der nur ganz, ganz schwer zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar ist. Ich habe mir damals gesagt, dass ich diesen Ort meinen Gästen zeigen muss. Demzufolge war es für mich ein besonderer Moment, als wir im Stile von Robinson Crusoe unsere Füße in den weißen Sand setzten.

 

Irgendwann geht auch die schönste Reise zu Ende. Doch bevor die Koffer gepackt wurden, wollten wir Senja noch ein Mal von oben sehen. Bei wirklich heißen Temperaturen mussten wir uns die schönen Momente hart erarbeiten. Aber zum Glück ist der Sprung in den Nordatlantik eine sehr, sehr erfrischende Angelegenheit.

Vor sieben Tagen empfing ich fünf fremde Personen am Flughafen. Am Ende der Reise gehen sechs Freunde wieder ihren eigenen Weg. Mit diesen fünf Menschen würde ich sofort wieder losziehen. Egal wohin, denn das Miteinander, der Teamspirit und die Hilfsbereitschaft untereinander ist unabhängig von Ort und Zeit.

Du möchtest die Faszination Senja im Juli 2019 erleben?