Ein unvergessliches Abenteuer in der Schönheit Norwegens

Ein Reisebericht von Bartholomäus Konat

Ich kannte Tony noch aus damaligen Judozeiten. Als ich von seiner Tour quer durch Norwegen erfuhr, war ich begeistert und gleichzeitig voller Ehrfurcht. „Was ein krasser Typ, das will ich auch machen“, dachte ich. So war ich hellauf begeistert als Tony in den sozialen Medien für seine Touren durch die norwegische Idylle warb und wollte unbedingt mit. Es bot sich gerade an aus dem Alltag zu entfliehen, da ich mich in einer nicht sonderlichen schönen Phase meines Lebens befand und wo konnte man das besser tun als in der Einsamkeit Norwegens.
Gesagt, getan. Ich schrieb Tony, wir skypten kurz darauf und eine Woche später buchte ich den Flug nach Oslo. Die Vorbereitung für die Tour war recht easy, da die Checkliste von Tony das wichtigste abdeckte und man sich optimal vorbereiten konnte.

Zwei Monate später war es dann soweit, ich flog nach Oslo. Als ich vom Flughafen und Richtung Lillehammer aufbrach, wo wir uns treffen wollten, war die Spannung groß. Die Landschaft, die ich auch dem Weg in Richtung Lillehammer durchfuhr, war einfach atemberaubend. Die riesigen Seen, nebelbehangene Berge und die typischen Holzhäuser erzeugten eine mythische Atmosphäre und ich war hin und weg.

In Lillehammer angekommen, empfing mich Tony am Bahnhof und wir waren direkt auf einer Wellenlänge. Wie alte Freunde eben. Wir machten uns auf zu Olaf, einem Deutschen, der seit 28 Jahren in Norwegen wohnt und der uns für die erste Nacht in seiner „Wochenend-Hütte“ Unterschlupf gewährte. Es war wie in einem der  „Michel aus Lönneberga“ – Filme, nur ohne Michel. Die Hütte war ein Traum und der kleine See anbei erzeugte eine ungeheure Ruhe.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg. Über Felder und Moore, erste Hügel und viele steile Wege erklommen wir unser erstes Ziel und schlugen unsere Zelte mitten im Nirgendwo auf einem weitläufigen Hügel auf. Die erste Nacht unter freien Himmel war traumhaft und so wie man sich ein Abenteuer eben vorstellt.

Mit jedem Tag, den wir weiter liefen, kam mir die Landschaft magischer vor. An jeder Ecke wartete ich auf den ersten Troll oder die erste Fee und mit jedem Tag wurde ich ruhiger und konnte die Landschaft mehr und mehr genießen. Die Abwechslung zwischen den Nächten in den Hütten und denen im Zelt machte den Trip besonders und Tony als Guide, mit seiner ruhigen Art, ließ unterwegs nichts anbrennen. Man merkte, dass er den Trip sorgfältig geplant hatte und das gab einem ein gutes Gefühl. Als wir am letzten Tag, nach einigen harten Kilometern durch Sümpfe und über Berge an unserem Zielort ankamen, war es wie ein Zieleinlauf nach einem Marathon. Im Hotel gönnten wir uns zur Feier des Tages ein Bierchen, ein lecker Abendessen und ausgiebig viel Zeit im Wellnessbereich. Es fühlte sich an, als wenn mal neu geboren wurde.

Für mich war die Reise ein voller Erfolg. Ich hatte die ersehnte Ruhe und den ersehnten Abstand vom Alltag und mit Tony einen bestens präparierten Guide, der die Reise zu einem wahren Erlebnis machte.

Tussen Takk, Tony und bis bald in Norwegen.

Sichere dir einen Platz im vierköpfigen Team!